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Pressetext

Vom Regelbruch zum Trend: 7. Badischer Landweinmarkt zeigt die neue Stärke charaktervoller Weine

7. Badischer Landweinmarkt in Eimeldingen mit der renommierten Weinexpertin Christina Fischer als Schirmherrin

am 24. April 2026 von 14 bis 18.30 im Gasthaus zum LOEWEN, Hauptstraße 23, 79591 Eimeldingen (direkt neben dem Bahnhof Eimeldingen)

  • Wachsender Premium-Sektor: 27 teilnehmende Weingüter nutzen die Kategorie „Landwein“ bewusst für zukunftsweisende Weine außerhalb starrer Gesetze.
  • Generationenwechsel und Quereinstieg: Mehr junge Talente und kleine Manufakturen tragen zum Profil des Landweinmarktes bei.
  • Trendwende am Markt: Während der Gesamtabsatz sinkt, steigt die Nachfrage nach authentischen Weinen mit minimaler Intervention.

In einer Zeit, in der sich der deutsche Weinmarkt im Umbruch befindet, setzt der 7. Badische Landweinmarkt ein deutliches Zeichen: Hochwertiger Landwein hat sein Image als „einfache Qualität“ längst abgelegt und entwickelt sich zu einem Vorreiter für Innovation und Charakter.

„Der Landweinmarkt hat sich nicht nur etabliert, er ist mittlerweile auch ein Hotspot für die Sommelier-Szene und Weinjournalisten geworden“, sagt Christina Fischer, in diesem Jahr die Schirmherrin des Landweinmarktes. Christina Fischer ist eine der profiliertesten deutschen Sommelières, Weinautorinnen und Gastronominnen. Sie wurde einem breiten Publikum vor allem als TV-Sommelière im VOX-Kochduell bekannt. Und sie passt bestens zum Landweinmarkt, denn sie vertritt einen unkomplizierten, genussorientierten Ansatz. „Landwein liegt im Trend. In diesem Jahr sind sage und schreibe 27 Teilnehmer vertreten. Dieses 2017 ins Leben gerufene Kollektiv hat längst manch traditioneller Verkostung den Rang abgelaufen. Landwein läuft und wird schon längst nicht mehr als Petitesse abgetan.“

Kleine Strukturen, große Ambitionen
Unter den 27 teilnehmenden Betrieben setzt sich in diesem Jahr ein Trend fort: Immer mehr kleine, junge, handwerklich arbeitende Weingüter zeigen Interesse an der Veranstaltung. Sie nutzen wie alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die stilistischen Freiheiten der Kategorie Landwein gezielt, um Charakterweine zu produzieren, die oft auf minimale Intervention oder auch „Natural Wine“-Stilistiken setzen.

Strategische Freiheit statt bürokratisches Korsett
Während der allgemeine Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland (2024 bei ca. 22,2 Litern) rückläufig ist, erlebt die Nische für solche charakterstarken Weine eine Aufwertung. Immer mehr renommierte Winzer füllen ihre Top-Qualitäten bewusst als Landwein ab. Sie entziehen sich damit den Vorgaben des Qualitätsweinrechts, um Weine zu erzeugen, die bei einer klassischen amtlichen Prüfung wegen ihrer Eigenwilligkeit oft abgelehnt würden – die aber genau deshalb international, etwa in den USA oder Skandinavien, massiv an Wertschätzung gewinnen. Hinzu kommt: Die Trinkgewohnheiten junger Generationen (Gen Z und Millennials) verändern den Weinmarkt grundlegend. Stellvertretend seien hier genannt: Wunsch nach Authentizität (z.B. Naturweine oder Weine mit minimaler Intervention), Nachhaltigkeit als Kaufkriterium – oder Qualität vor Quantität.

Mitinitiator Hanspeter Ziereisen bringt es auf den Punkt: „Uns geht es um den puren Wein, um das Handwerk und um Charakter – genau das suchen die Leute heute. Unsere Teilnehmer beweisen, dass Landwein ein Synonym für außergewöhnliches Handwerk ist. Der Trend ‚Weniger, aber besser‘ spielt uns in die Karten, weil die Leute bereit sind, für echte, unverfälschte Produkte auch faire Preise zu zahlen.“

Verkostung im Herzen Eimeldingens
Am 24. April haben Besucher im Gasthaus zum Löwen die Gelegenheit, über 250 dieser zukunftsweisenden Weine zu verkosten. Da alle Winzer persönlich vor Ort sind, bietet der Markt den perfekten Raum für den direkten Austausch über neue Stilistiken und die Lust am Weinmachen jenseits der Norm.

Dank der direkten Lage am Bahnhof Eimeldingen ist für eine entspannte Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln gesorgt – die ideale Voraussetzung, um die Bandbreite der neuen badischen Weinwelt sicher und ausgiebig zu entdecken.

Badischer Landweinmarkt – Darum geht es

Immer mehr Winzer, auch in Baden, vermarkten ihre Weine als Landwein. Weil sie Individualität wollen und keine von Vorschriften eingeschränkte Mainstream-Ware. Sie wollen ihre Produkte nicht in ein Korsett aus Vorschriften für Qualitätsweine pressen lassen. Sie setzen auf die Individualität und den Charakter ihrer Weine – und damit auf ein anderes Qualitätsverständnis abseits konventioneller Regeln.

Badische Landweinwinzer durften ihre Produkte nicht auf etablierten Veranstaltungen wie etwa der Weinmesse Offenburg anstellen. Das war der Anstoß, im Jahr 2017 eine eigene Plattform zur Präsentation der Landweine zu schaffen.

Darauf legen die teilnehmenden Winzer Wert:

Weinberg: Qualitativ hochwertigste Trauben. Das bedeutet eine (mindestens) naturnahe, aufwändige und intensive (Hand-)Arbeit im Weinberg und bei der Lese.

Keller: Weitestgehender Verzicht auf Manipulationen.

Zeit: Wein braucht Zeit um Wein zu werden. Deshalb werden auf dem Landweinmarkt keine Weine des Jahrgangs 2025 präsentiert, sondern ausschließlich Weine aus den Vorgängerjahren.

Über Christina Fischer

Auf ihren Geschmack kann sich Christina Fischer verlassen. Die engagierte Sommelière gehört zu den Besten ihres Faches. Ihr Engagement in Verkostungsjurys, zahlreiche Veröffentlichungen und Bücher sowie Fernsehauftritte haben Christina Fischer bundesweit bekannt gemacht. Ihr innovatives Genusskonzept – bei dem sie neben Qualität auf entspannte Atmosphäre setzt – und ihre zwanglose Art, mit Wein umzugehen, trugen ihr zahllose Auszeichnungen ein. „Bei allem Wissen muss Wein auch Spaß machen“, umschreibt sie ihre Art mit Wein umzugehen. Ohne Wein, davon ist Christina Fischer überzeugt, wäre das Leben weit weniger spannend.

Nach dem Abitur beginnt Christina Fischer ihre Ausbildung zur Hotelkauffrau im Hotel „InterContinental“ Düsseldorf. Sie sammelte anschließend als Sommelière und Restaurantleiterin Erfahrungen in Spitzenhäusern, darunter das Drei-Sterne-Restaurant Im Schiffchen in Düsseldorf-Kaiserswerth. Mitte der 1990er Jahre eröffnet sie ihr eigenes Restaurant in Köln. Ihre unkonventionelle Wein-Gastronomie beschreibt sie mit dem damals noch unverbrauchten Begriff „crosskulturell“. Fischers Weingenuss & Tafelfreuden galt über die Grenzen Kölns hinaus als Erfolgskonzept.

Interviews und Fernsehauftritte als TV-Sommelière im VOX-Kochduell haben Christina Fischer bundesweit bekannt gemacht. Hinzu kommen u.a. Buch-Publikationen wie das Kochduell-Weinbuch und der Einkaufsführer Rotwein, Weinwissen, Weingenuss & Tafelfreuden, Riesling und schließlich das praktische Standardwerk „Wein & Speisen“.

Für ihre Aktivitäten rund um die Themen Wein und Gastronomie wird Christina Fischer vielfach ausgezeichnet. Im Jahre 2000 wählt eine Fachjury sie für ihr innovatives Wein & Food-Konzept zur „Gastronomin des Jahres 2000“. Ein Jahr später kürt der Gault Millau Deutschland Christina Fischer zur „Sommelière des Jahres 2001“. Der Wine Spectator zeichnet ihre Weinkarte seit 2003 regelmäßig mit dem „Best of Award of Excellence” aus. Parallel zu all ihren Aktivitäten absolvierte sie das WSET©-Diploma des International Wines and Spirits Education Trust London in Kooperation mit der Weinakademie Österreich.

Ihre vielseitigen Aktivitäten bündelt Christina Fischer seit 2011 in ihrer Kölner Genuss Werkstatt: Maßgeschneiderte Konzepte für kundenorientierte Veranstaltungen, kurzweilige Texte und erfrischende Moderationen. Zudem setzt sie sich gezielt für die Förderung von Sommeliers und Weinfachleuten in der Gastronomie ein.